Erfolg vor Gericht: Postbank Finanzberatung AG muss Schadensersatz zahlen

ratgeber

Fehlerhafte Anlageberatung kann teuer werden, wie auch die Postbank Finanzberatung AG erfahren musste. Diese wurde in mehreren Fällen zu Schadensersatz wegen ungenügender Beratung von geschlossenen Fonds verurteilt. Wir listen auf.

Die Postbank Finanzberatung AG, die zur Postbank Gruppe gehört, ist von mehreren Gerichten wegen fehlerhafter Anlageberatung zu Schadensersatzzahlungen in nicht unerheblicher Höhe verurteilt wurden. Betroffen sind Schiffsfondsbeteiligungen, wie die GEBAB Ocean Shipping I GmbH & Co. KG und dem HCI Shipping Select XVII Dachfonds, sowie Beteiligungen an der Alpha Patentfonds GmbH & Co. KG. Man könnte die Pleiten, gerade bei Schiffsfonds mit der Finanzkrise 2008 begründen. Doch geschädigten Anlegern hilft diese Begründung wenig. Sie wollten schlichtweg in eine sichere, stabile Anlage investieren.

In mehreren Urteilen wird deutlich, dass die Postbank Finanzberatung AG ihre Aufklärungspflicht verletzt – und nicht über verbundene Risiken der jeweiligen Anlagen aufgeklärt hat.

Ein Textauszug aus dem Urteil vom 15.09.2016 vom OLG Celle (Az. 11 U 209/15): ,,Die Beklagte wird verurteilt, an den Kläger 19.200 € nebst Zinsen in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz seit dem 18. Oktober 2014 zu zahlen Zug um Zug gegen Übertragung der Kommanditbeteiligung an der Alpha Patentfonds GmbH & Co. KG im Nennwert von 20.000 €.“

,,Ein anlegerfreundliches Urteil, dass geschädigte Anleger motivieren sollte, Ansprüche gegen Berater prüfen zu lassen. Bei einer positiven Tendenz sollten Sie keine Scheu vor hohen Kosten oder einem gerichtlichen Verfahren haben. Auch große Finanzberaterfirmen machen Fehler“, so H. Heinze, Geschäftsführer des Deutschen Finanzmarktschutz e.V. (DFMS).

Auswahl an rechtskräftigen Urteilen mit Schadensersatzsumme:

11.01.2017 – LG Hannover (Az. 11 O 251/15) – 27717,00 EUR

14.12.2016 – LG Hannover (Az. 11 O 231/14) – 12.350,00 EUR

26.10.2016 – LG Hannover (Az. 11 O 260/15) – 12.587,50 EUR

06. 10.2016 – LG Hannover ( Az. 8 O 307/15) – 9.800,00 EUR

15.09.2016 – OLG Celle (Az. 11 U 209/15) –  >20.000,00 EUR

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