Von Modewellen und Pleitewellen – Insolvenzen in Deutschland 2016

Auch im Jahr 2016 fluteten Insolvenzen das Land. Etwa 22.000 Unternehmerinsolvenzen wurden gezählt. Die Schäden im Vergleich zum Vorjahr sind erheblich. Mehr als 40 Prozent Schadenssumme mussten Gläubiger hinnehmen. Die meisten Insolvenzen wurden in Eigenverwaltung, dem so genannten Schutzschirmverfahren geführt. Besonders betroffen waren die Wirtschaftsbereiche Textil und Handel. Ein Rückblick auf drei namhafte Insolvenzen des letzten Jahres.

German Pellets

Rund 17.000 Gläubiger mussten im vergangenen Jahr zusehen, wie ihre Anleihen und Genusscheine sinnbildlich verbrannten. Übrig blieb eine ,,geringe Quote“. Der Brennstoffhersteller war einst ein Garant für einen erfolgreichen Weg im Bereich erneuerbare Energien.

 

KTG Agrar

Der Wachstumsboom der KTG Agrar und ihrer Tochter KTG Energie hatte in diesem Sommer ein Ende. Von diesem Ende profitieren weder Aktionäre noch Anleihegläubiger, denn das eingesetzte Kapital ist nahezu komplett verloren. Mit rund 342 Mio. beteiligten sich Anleger an dem Agrarunternehmen. Seit September wird ein reguläres Insolvenzverfahren in Hamburg geführt.

 

Rudolf Wöhrl AG

Der Bekleidungskonzern Wöhrl war lange Zeit einer der führenden Mode- und Sporthäuser in Deutschland. In die Unternehmensanleihe wurden seither 30 Mio. Euro von Anlegern investiert. Der derzeitig wachsende Druck auf dem Modemarkt und die damit verbundenen Umsatzeinbußen der letzten Jahre sind Grund für die angemeldete Insolvenz. In Nürnberg wurde am 1. Dezember das Insolvenzverfahren eröffnet.

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