Euro Grundinvest: Droht den Anlegern jetzt die Privathaftung?

Als ob die Anleger der Euro Grundinvest (EGI, München) nicht schon genug Angst um ihre Investitionen hätten, wurden sie Mitte Oktober auch noch mit Insolvenzanträgen konfrontiert. Die Fondsgesellschaften sind hiervon zwar noch nicht betroffen, der Deutsche Finanzmarktschutz Verein (DFMS) rät dennoch zu äußerster Vorsicht und professioneller Unterstützung. Die Gefahr im Zuge einer Privathaftung noch höhere Verluste einzufahren ist nicht mehr weit entfernt.

Den Medien war im Oktober zu entnehmen, dass vier Gründungsgesellschaften der EGI Insolvenz angemeldet haben. Dabei wurden folgende Unternehmen genannt:

  • OVT Odeo Verwaltungs- und Beteiligungstreuhand Management GmbH
  • OVT Odeo Verwaltungs- und Beteiligungstreuhand GmbH & Co. KG
  • Euro Grundinvest Consulting GmbH
  • Euro Grundinvest Management GmbH

„Wallstreet Online“ erwähnt hierbei außerdem, dass die Insolvenzanmeldung laut EGI zum Schutze der Anlegergelder erfolgt sei. Diese Aussage sollte jedoch mit enormer Vorsicht genossen werden. Wie die Insolvenz der Gründungsgesellschaften den Anlegern helfen soll, ist nämlich mehr als nur fraglich. Zudem kommen durch eine solche die verlorenen Gelder auch nicht urplötzlich wieder zum Vorschein. Der DFMS-Geschäftsführer (www.finanzmarktschutz.de): „Vielmehr könnte dies bloß den Anfang markieren und weitere Insolvenzanträge, auch für die EGI-Fonds, könnten folgen. Sollte es dazu kommen, käme auf die Anleger womöglich die Rückforderung bereits erhaltener Ausschüttungen zu.“

Darüber hinaus bereitet vor allem der Insolvenzantrag der Euro Grundinvest Management GmbH erhebliche Sorgen und Kopfzerbrechen. Dabei handelt es sich nämlich um die sogenannte Komplementär-GmbH. Das Handelsblatt hatte bereits Anfang September ausgeführt, welch negative Konsequenzen ein Ausscheiden dieser für die Anleger hätte. Die Fonds könnten ohne eine Komplementärin nicht weiter als Kommanditgesellschaften existieren. Eine Umwandlung in Offene Handelsgesellschaften gilt daher zu befürchten. „Kommt es also zur Insolvenz der GmbH, wären die Anleger nicht länger Kommanditisten und sie könnten dann auch mit ihrem Privatvermögen haftbar gemacht werden“, so der DFMS-Geschäftsführer.

Geschädigte Anleger sollten daher mit allen Mitteln versuchen eine persönliche Haftung zu verhindern. Professionelle Hilfe wird deshalb dringend empfohlen. „Daneben sollten die Anleger auch ihre Ansprüche prüfen lassen, schließlich gilt es außerdem das investierte Kapital zu retten beziehungsweise die Verluste so gering wie möglich zu halten. Da Betroffenen bereits Schadensersatzansprüche aufgrund von Prospektfehlern zugesprochen wurden, bestehen hierfür wirklich aussichtsreiche Chancen“, so der DFMS-Geschäftsführer.

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