Infinus-Schreiben: Beseitigung von Unklarheiten

Ein Schreiben unsererseits darüber, wie Infinus-Anleger ihre Verluste so gering wie möglich halten können, hat leider scheinbar für Verwirrung und Aufregung gesorgt. Zu unserem Bedauern haben wir damit unser Ziel verfehlt. Der Deutsche Finanzmarktschutz Verein (DFMS) möchte daher an dieser Stelle die entstandenen Missverständnisse aus der Welt schaffen.

Besonders das von uns erwähnte Adhäsionsverfahren scheint Infinus-Geschädigte zu verunsichern. Dieses bietet im Gegensatz zu einer späteren zivilrechtlichen Klage jedoch erhebliche Beweiserleichterungen. Betroffene schließen sich dabei an das Strafverfahren gegen die Verantwortlichen im Infinus-Skandal an, um bereits währenddessen ihre zivilrechtlichen Ansprüche geltend zu machen. Sollte es in diesem Verfahren zu einer Verurteilung kommen, ist eine erneute, ausführliche Beweisführung nicht mehr von Nöten. Die Staatsanwaltschaft Dresden hat in Sachen Infinus auf ihrer Internetseite selber auf dieses Verfahren hingewiesen.

Zwar wurde über das Vermögen des früheren Konzernchefs Jörg B. das Insolvenzverfahren eröffnet, jedoch steht ihm bei Verurteilung nicht die Möglichkeit offen, sich später von seinen Schulden befreien zu lassen. Forderungen aus unerlaubter Handlung sind nämlich von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Kommt es daher zum Urteilsspruch, dann ist das Urteil auch 30 Jahre vollstreckbar. Sollte daher zunächst keine ausreichende Masse zur Befriedigung aller Gläubiger vorhanden sein, so zieht dies noch nicht zwingend Verluste nach sich. Zudem ist Herr B. auch nur einer von vielen Anspruchsgegnern im Prozess.

Vermittler kommen derweil für Ansprüche weitestgehend nicht in Frage. Das liegt darin begründet, dass sie in der Regel unter dem Haftungsdach des Infinus AG Finanzdienstleistungsinstituts standen und so nicht eigenständig haftbar gemacht werden können. Deshalb hat auch der Bundesgerichtshof laut einer Pressemitteilung eine entsprechende Nichtzulassungsbeschwerde abgewiesen.

Geschädigte sollten in jedem Fall den 31. Dezember 2016 im Blick halten. Ansprüche aus unerlaubter Handlung drohen zu diesem Zeitpunkt nämlich zu verjähren.

Bei weiteren Fragen können Sie gern Kontakt zu uns aufnehmen.

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