EGI Euro Grundinvest: Anleger sollen Gesellschaften liquidieren

Überraschende Ergebnisse von den Gesellschafterversammlungen bei den Fonds der EGI Euro Grundinvest Deutschland. Der Geschäftsführer, Sven Donhuysen, erklärt zur Schieflage des Münchner Immobilienanbieters, dass der ehemalige DIMA 24-Chef, Malte Hartwieg, die Schuld trage. Hartwieg, der auch „alle Fäden“ bei der EGI zog, habe die Anleger in den Verkaufsprospekten darüber nicht aufgeklärt. Bei den Gesellschaften Euro Grundinvest Deutschland 15, 17, 17 Private Placement, 18 und 20 habe die Staatsanwaltschaft wegen Ermittlungen Material beschlagnahmt, das nun fehle.

Damit die EGI für die Investoren noch Gelder erwirtschaften kann, müssen die Objekte zunächst fertig gestellt werden. Allerdings hat man den Anlegern auf den Versammlungen vorgeschlagen, die Liquidation der Gesellschaften vorzunehmen. Dabei soll es sich um den besten Weg für Investoren handeln. Stellt sich die Frage, wie und an wen man halbfertige Baustellen, die wegen des Verkaufsdrucks auch noch spottbillig sein müssen, verkaufen kann. Der Geschäftsführer Donhuysen ist in der Szene kein Unbekannter. Er war einer von zwei Hauptgesellschaftern der  Henning Gold Mines Inc. aus Vancouver. Mehr als 3.500 Anleger hatten seit 2011 über die Canada Gold Trust I bis IV knapp 48 Millionen Kapital einbezahlt, das an die Henning Gold Mines Inc. floss. Seit zwei Jahren aber konnte sie nicht mal mehr die Zinsen auf die deutschen Darlehen bedienen. Ob Donhuysens Vergangenheit das Vertrauen schaffen kann, dass gerade er im Stande ist, Anlegergelder zu retten, kann durchaus bezweifelt werden.

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