S&K-Fonds: Schadensersatzpflicht von Anlageberatern

Auch wenn der Prozess gegen die Hauptangeklagten der S&K-Gruppe noch andauert, bietet sich geschädigten Anlegern an anderer Stelle ein Lichtblick. Das Landgericht (LG) Darmstadt hat nämlich eine Vermittlungsfirma von S&K-Fonds zu Schadensersatz verurteilt (Az. 19 O 118/16). Der Deutsche Finanzmarktschutz (DFMS) rät daher allen Geschädigten, auch Ansprüche gegen Berater prüfen zu lassen.


Während der Hauptangeklagte K. noch immer das Unschuldslamm gibt, sieht sich eine Beratungsgesellschaft im Fall S&K zur Schadensersatzpflicht verurteilt. Diese hatte Beteiligungen an Fonds der Deutsche S&K Sachwerte GmbH & Co. KG vermittelt. Der Anspruch gründete sich auf Schadensersatz wegen falscher Anlageberatung, welchem das LG Darmstadt stattgegeben hat.

Wurde ein Anlageinteressent nämlich nachweislich falsch beraten, kann ein Anlageberater unter Umständen für Ansprüche herangezogen werden. Dazu muss er nicht einmal unbedingt über betrügerische Absichten des Fondherausgebers Bescheid gewusst haben. Dies kann dann der Fall sein, wenn die Form der Beteiligung an sich schon mit einem hohen Verlustrisiko behaftet ist und er dieses verschwiegen hat.

Die Verurteilung der verklagten Beratungsfirma zeigt, dass die Beratung der S&K-Anleger von solchen Fehlern gekennzeichnet gewesen sein kann. Auch für andere Betroffene könnten deshalb Schadensersatzansprüche gegen die Berater und Vermittler möglich sein, weshalb sie ihre Anlagen einer fachmännischen Überprüfung unterziehen sollten.

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