Noch während des Infinus-Prozesses Ansprüche geltend machen

Der Strafprozess gegen die Verantwortlichen der Infinus-Gruppe hält an; zur Fällung des Urteils fehlt es noch immer an der Aufklärung der Hintergründe. Geschädigte Anleger bangen daher weiterhin um ihr Geld. Die Chancen auf Schadensersatz stehen dennoch sehr gut.

Die Angeklagten der Infinus-Gruppe müssen sich vor Gericht gegen den Vorwurf des gewerbsmäßigen Bandenbetruges im besonders schweren Fall sowie des Kapitalanlagebetruges und der Untreue verantworten. Während des Prozesses kam es immer wieder zu Unterbrechungen. Zunächst schwiegen die Angeklagten beharrlich. Als sich einige von ihnen doch zu Aussagen entschlossen, waren diese teilweise widersprüchlich. Dennoch lässt sich zusammenfassend festhalten: Gewisse Fehler oder Vernachlässigungen werden eingestanden, fehlende Kenntnisse oder Aufklärungen hätten aber zu mangelnder Kontrolle geführt.

Wie sich die getätigten Aussagen nun auf den weiteren Verlauf des Strafverfahrens auswirken, bleibt abzuwarten. So kommt es darauf an, ob das Gericht den Aussagen Glauben schenkt oder sie als Schutzbehauptungen verwirft. Es ist unerheblich, wen genau das Gericht in der Verantwortung sieht. In jedem Fall können die Verantwortlichen des Finanzskandals äußerst Erfolg versprechend auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden. Geschädigte Anleger sollten daher dringend die günstige Möglichkeit in Anspruch nehmen, noch während des Verfahrens ihre Ansprüche geltend zu machen.

2 Gedanken zu “Noch während des Infinus-Prozesses Ansprüche geltend machen

  1. auf welcher Rechtsgrundlage sollte man diese , einem rechtmäßig zustehenden Ansprüche, begründen wenn noch keine Verurteilung gegeben ist? Um so etwas erheben zu können (einen Anspruch) muss doch eine rechtmäßige Verurteilung vorliegen. Vorher ist man ja bereits beim Insolvenzverwalter attestiert..

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    • Hallo Herr Hönel,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Frage, die Sie uns stellen, bewegt sicher einige Anleger. Allerdings muss man hier ganz klar unterscheiden. Wer mit der Quote, die er über den Insolvenzverwalter irgendwann und vielleicht einmal erhält, zufrieden ist, der kann relativ entspannt das Urteil abwarten. Wer allerdings darüber hinaus auch noch zivilrechtliche Ansprüche gegenüber den Verantwortlichen geltend machen möchte, weil er vielleicht mit den wenigen Prozenten, die er vielleicht aus dem Insolvenzverfahren bekommt, nicht zufrieden ist, der muss aktiv werden. Denn es könnte z. B. sein, dass zivilrechtliche Ansprüche am Ende des Strafprozesses bereits der Verjährung unterliegen. Wenn Sie weitere Fragen zu diesem Thema haben, so können Sie uns – insofern Sie Anleger sind – gerne Ihre Unterlagen zu einer Prüfung durch einen unserer Vertrauensanwälte senden.

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