MLR-Fonds: Gute Chancen auf Schadensersatz

Das Landgericht (LG) Nürnberg-Fürth hat die Fehlerhaftigkeit der Emissionsprospekte der MLR und MLR 2. Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG festgestellt und bereits mehreren Schadensersatzklagen stattgegeben. Anleger sollten daher tunlichst von weiteren Ratenzahlungen absehen und Ansprüche prüfen lassen, so der Deutsche Finanzmarktschutz (DFMS).

In hoffnungsvoller Erwartung hoher Renditen hatten Anleger Beteiligungen an der MLR und MLR 2. Beteiligungsgesellschaft gezeichnet. Statt Gewinnen wurden jedoch hohe Verluste eingefahren. Nachdem die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) 2011 die Abwicklung der Gesellschaften angeordnet hatte, stiegen bei den Verbrauchern die Bedenken, ihr Geld  wieder zu sehen. „Viele stellten deshalb zunächst ihre Ratenzahlungen ein, wurden dann aber durch anwaltliche Schreiben mit der Androhung gerichtlicher Schritte oft zum Umdenken bewegt“, so der DFMS (http://finanzmarktschutz.de). Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Regensburg gegen Verantwortliche der Gesellschaften tragen darüber hinaus ihr Übriges zur Verzweiflung der Anleger bei.

Den Geschädigten bietet sich nun jedoch ein Lichtblick. Das LG Nürnberg-Fürth hat nämlich bereits Ende Dezember 2015 die Prospektverantwortlichen sowie den Treuhänder der MLR und MLR 2. Beteiligungsgesellschaft auf Schadensersatz verurteilt. Auch die Gründungsgesellschafter stehen laut LG in der Haftung. Seine Auffassung über die Schadensersatzansprüche aus Prospektfehlern hat das LG in weiteren Urteilen gefestigt. Der DFMS: „Anleger wurden laut LG im Prospekt nicht ordnungsgemäß über alle relevanten Umstände und Risiken der Beteiligungen aufgeklärt.“ So sollen beispielsweise die Beziehungen zwischen den MLR-Beteiligungen und der LMVO GmbH Leasing- und Marketing Vermittlungs-Organisation nicht richtig daraus hervorgehen.

Allen Anlegern wird daher geraten, Schadensersatzansprüche prüfen zu lassen. Klagen haben sehr gute Aussicht auf Erfolg. Das LG Nürnberg-Fürth sieht unter Umständen sogar den Anlageberater in der Haftungspflicht. Für ausstehende Raten wird ein Zahlungsstopp empfohlen. Geht daraufhin eine Mahnung ein, sollte fachmännische Hilfe in Anspruch genommen werden, um alle rechtlichen Schritte zu prüfen. Das LG ist jedenfalls der Auffassung, dass Betroffene von den Raten freizustellen sind.

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