Insolvenzeröffnung Captura GmbH: Möglichkeiten der Anleger

Das Amtsgericht München hat am 16. September 2015 das vorläufige Insolvenzverfahren über das Vermögen der Captura GmbH (Grasbrunn) eröffnet. Für Anleger gelte es jetzt, schnellstens die Möglichkeiten der Schadensbegrenzung zu prüfen. Schließlich werden deren Forderungen nachrangig bedient.

Die Captura GmbH hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 2010 an circa einhundert Immobilienprojekten beteiligt und die dafür benötigen Mittel von Anlegern eingesammelt. Diese zeichneten in Form von Inhaberschuldverschreibungen und Nachrangdarlehen. Schon ab einem Betrag ab 3.000 Euro und einer Laufzeit von nur 180 Tagen versprach die Captura ihren Anlegern eine Festverzinsung von 7,65 Prozent.

Das Problem für Anleger besteht nun darin, dass sie bei einem Insolvenzverfahren nachrangig bedient werden. Ob das Vermögen ausreichen wird, um den Anlegern eine Insolvenzquote von durchschnittlich 10 bis 20 Prozent auszuzahlen, ist eher unwahrscheinlich.

Wie immer sollten Anleger in derartigen Fällen fachkundige Unterstützung holen. Denn schließlich könnten sich auch Schadensersatzansprüche aus der Prospekthaftung, aus fehlerhafter Beratung oder anderen Gründen ergeben. Auch gegenüber den Vermittlern, z. B. den Banken, können sich Ansprüche ergeben. Diese müssen zwar oft im Klageweg durchgesetzt werden, sind aber oft die einzige Möglichkeit der Anleger, ihren Schaden gering zu halten, oder im Optimalfall ganz aufzuheben.

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